Styrian Spirit war eine österreichische Regionalfluglinie mit Sitz am Flughafen Graz, die binnen weniger Jahre ein beachtliches europäisches Streckennetz aufbaute, bevor sie 2006 nach anhaltenden finanziellen Problemen und einer gescheiterten Sanierung Insolvenz anmelden musste.

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Gründung in Graz und rascher Netzaufbau
Styrian Spirit wurde am 25. Dezember 2002 von der HGI Beteiligungs AG gegründet und nahm den Flugbetrieb am 24. März 2003 vom Flughafen Graz aus auf. Das Land Kärnten beteiligte sich über die Kärnten Tourismus Holding mit knapp 43 Prozent an der Gesellschaft, was der Airline unter den Marken „Carinthian Spirit”, „Salzburg Spirit” und „Slovenian Spirit” zusätzliche regionale Standbeine verschaffte, darunter eine Verbindung von Salzburg nach Maribor in Slowenien. Zur Flotte zählten zuletzt vier Bombardier CRJ200 sowie ein CRJ700, zusätzlich war eine größere CRJ900 bestellt. Im Streckennetz fanden sich bis Dezember 2005 Ziele in Österreich, Deutschland, Frankreich, Polen, Großbritannien, Slowenien und der Schweiz, darunter Verbindungen von Graz nach Stuttgart und Zürich sowie von Salzburg nach Zürich und Paris.
Finanzielle Schieflage und das Ende
Ab 2005 verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage von Styrian Spirit zunehmend. Im September 2005 gewährte die Hypo-Alpe-Adria-Bank der Airline auf Drängen des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider einen unbesicherten Kredit über 2 Millionen Euro, obwohl die Finanzlage bereits angespannt war. Im März 2006 sagte der Flughafen Salzburg noch einen Zuschuss von 1,5 Millionen Euro zu, doch der Sanierungsversuch scheiterte am schwierigen wirtschaftlichen Umfeld. Am 24. März 2006 stellte Styrian Spirit sämtliche Flüge ein und meldete Insolvenz an; das Insolvenzverfahren wurde am 28. März 2006 eröffnet. Der Sachwalter bezifferte die Verbindlichkeiten auf rund 9 Millionen Euro, darunter offene Lande- und Abfertigungsgebühren bei den Flughäfen Graz und Salzburg. Rund 152 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz. Kärnten-Tourismus-Holding-Geschäftsführer Reinhard Zechner wurde in der Fachpresse mit den Worten zitiert, dies sei das Ende der Fluglinie.
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Quellen (Auswahl)
Teil der Rubrik Österreichische Luftfahrtgeschichte. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG oder zur Lufthansa Group.