Flughafen Innsbruck

Teil der Rubrik Österreichische Luftfahrtgeschichte. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG oder zur Lufthansa Group.

Flughafen Innsbruck mit Blick auf die umliegenden Berge
Flughafen Innsbruck in seiner charakteristischen alpinen Lage. Foto: Ralf Roletschek, Lizenz GFDL 1.2+ / Free Art License, Quelle: Wikimedia Commons.

Kein anderer Flughafen ist so eng mit der Geschichte von Tyrolean Airways verbunden wie Innsbruck. Seine Lage inmitten der Alpen machte ihn zu einem der anspruchsvollsten Verkehrsflughäfen Europas und beeinflusste direkt, welche Flugzeuge die Tiroler Fluglinie einsetzte.

Frühe Jahre und das Glungezer-Unglück

Der zivile Flugbetrieb in Innsbruck reicht weit ins 20. Jahrhundert zurück. Zum prägendsten Ereignis der Flughafengeschichte wurde jedoch der 29. Februar 1964: Eine Bristol Britannia der britischen Fluggesellschaft British Eagle stürzte im Anflug bei schlechter Sicht gegen den 2.601 Meter hohen Glungezer, alle 83 Insassen kamen ums Leben. Es war und ist das schwerste Luftfahrtunglück auf österreichischem Boden. Mehr dazu: Zwischenfälle und Sicherheitsbilanz.

Die Folgen prägten den Flugbetrieb jahrzehntelang: Erst 1976 führte man ein spezielles Instrumentenanflugverfahren zum sicheren Durchstoßen der Wolkendecke ein. Größere Linienmaschinen kehrten erst rund 15 Jahre nach dem Unglück regulär nach Innsbruck zurück.

Tyrolean Airways und die Wahl der Flugzeuge

Als Tyrolean Airways 1980 den Linienflugbetrieb aufnahm, war die alpine Lage Innsbrucks der entscheidende Grund für die Wahl der de Havilland Canada DHC-7 „Dash 7″: Ihre kurzen Start- und Landestrecken passten zu den begrenzten Pistenverhältnissen und dem anspruchsvollen Geländeanflug. Auch die nachfolgende Dash 8 und spätere Regionaljets wie die Fokker 70 und die Canadair CRJ100/200 mussten sich an diesen besonderen Betriebsbedingungen bewähren.

Der Flughafen heute

Innsbruck ist bis heute ein wichtiger Regional- und vor allem Wintersport-Flughafen mit saisonal stark schwankendem Verkehr. Die besondere Topografie erfordert nach wie vor spezielle Pilotenschulungen für Linienpiloten, die hier landen wollen, ein Vermächtnis jener jahrzehntelangen Lernkurve, zu der auch Tyrolean Airways beigetragen hat.

Weiterlesen: Die Geschichte von Tyrolean Airways · De Havilland Dash 8


Quellen (Auswahl)