Regionalflughäfen Österreichs

Teil der Rubrik Österreichische Luftfahrtgeschichte. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG oder zur Lufthansa Group.

Neben Innsbruck und Wien prägten weitere österreichische Regionalflughäfen das Streckennetz, in das Tyrolean Airways eingebunden war, allen voran Salzburg, Graz und Klagenfurt. Auch eine kleinere, heute vergessene Fluglinie aus Vorarlberg gehört zu dieser Geschichte: die Rheintalflug.

Flughafen Graz: Von der Monarchie bis heute

Der Flughafen Graz zählt zu den ältesten Österreichs. Bereits ab 1913 entstanden auf dem damaligen k.u.k. Flugfeld erste Hangars, am 26. Juni 1914 startete dort das erste Flugzeug. Nach Kriegswirren und wechselnder Nutzung erlangte der Flughafen mit dem Staatsvertrag 1955 wieder reguläre zivile Bedeutung. In den 1950er-Jahren entstand eine 1.500 Meter lange Betonpiste, in den frühen 1980er-Jahren wurde sie auf 3.000 Meter verlängert und mit einem Präzisionsanflugsystem ausgestattet, 1984 landete erstmals eine Boeing 747 in Graz.

Flughafen Salzburg: Österreichs fünfter Flughafen

Der Flughafen Salzburg „W. A. Mozart” wurde 1926 als fünfter Flughafen Österreichs eröffnet. Bereits ab Sommer 1926 flog die Lufthansa nach München und Bad Reichenhall, 1927 kam die Strecke Wien–Salzburg–Innsbruck hinzu, ein frühes Vorbild für das spätere innerösterreichische Streckennetz, in dem später auch Tyrolean Airways eine Rolle spielen sollte. 1947 nahm Salzburg als erster österreichischer Flughafen nach dem Zweiten Weltkrieg wieder den europäischen Linienverkehr auf.

Flughafen Klagenfurt

Der kleinste der drei großen österreichischen Landesflughäfen liegt in Kärnten und verband die Region traditionell vor allem mit Wien sowie saisonal mit internationalen Zielen.

Die Rheintalflug: Vorarlbergs eigene Fluggeschichte

Eine besondere, heute kaum noch bekannte Geschichte ist jene der Rheintalflug. 1973 gründete der Unternehmer Rolf Seewald in Hohenems ein Lufttaxi-Unternehmen für Charter- und Geschäftsreiseflüge. Ab Mai 1984 bediente die Gesellschaft die Strecke Hohenems–Wien, 1992 folgte der erste reguläre Linienflug. Da der naheliegendere Flughafen Altenrhein nicht über ausreichende Infrastruktur verfügte, nutzte Rheintalflug für ihren Linienverkehr den Flughafen Friedrichshafen am Bodensee als Basis, mit Wien-Schwechat als Umsteigepunkt für Weiterflüge. Eingesetzt wurden zunächst Turbo-Commander-Kleinflugzeuge, später Dash-8-100- und Dash-8-300-Maschinen, zuletzt auch Embraer ERJ 145.

Ende 2001 verkauften die Gesellschafter die Rheintalflug an die Austrian Airlines Group. Flugzeuge und Strecken gingen größtenteils in die Flotte der Gruppe über, ein Teil davon zu Tyrolean Airways. Die Marke Rheintalflug wurde danach nicht weitergeführt. Als faktische Nachfolgerin für das Bodensee-Geschäftsmodell wurde im November 2001 in Bregenz die InterSky Luftfahrt GmbH gegründet.

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Quellen (Auswahl)