Air Kärnten: Geschichte

Air Kärnten war ein 2014 gestartetes Kärntner Fluglinien-Projekt ab Klagenfurt, das trotz angekündigter Linien- und Charterziele nie zum eigentlichen Flugbetrieb kam und 2015 lautlos wieder verschwand.

Flughafen Klagenfurt, Basis des Air-Kärnten-Projekts
Der Flughafen Klagenfurt, Basis des gescheiterten Air-Kärnten-Projekts.
Foto: Carsten Steger · Lizenz: CC BY-SA 4.0 · Quelle: Wikimedia Commons

Ambitionen ohne Betriebsgenehmigung

Die im November 2014 gegründete Air Kärnten mit Sitz am Flughafen Klagenfurt und Ingo Hitzenhammer als Geschäftsführer plante den Einsatz einer von Cimber geleasten Bombardier CRJ200 sowie einer Fokker 100, dazu Linienflüge nach London Southend und Charterziele wie Girona, Lissabon, Palma de Mallorca, Neapel, Rhodos und Kos. Weil mehrere österreichische Reisebüros die Flüge mangels gültiger Betriebsgenehmigung nicht in den Verkauf nahmen, erwog das Unternehmen zeitweise sogar einen Start als virtuelle Fluglinie ohne eigenes Luftverkehrsbetreiberzeugnis.

Absage vor dem ersten Flug

Am 31. März 2015 sagte Air Kärnten die Linie nach London Southend wegen zu geringer Nachfrage ab, nur neun Buchungen waren eingegangen. Wenige Wochen vor dem für 30. April 2015 geplanten Erstflug ging die Website offline, die Flüge verschwanden aus dem Flugplan des Flughafens Klagenfurt, und das Projekt endete, ohne dass je ein Flugzeug für Air Kärnten gestartet wäre.

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Quellen (Auswahl)

Teil der Rubrik Österreichische Luftfahrtgeschichte. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG oder zur Lufthansa Group.