Die Marke Austrian Arrows (2002–2012)

Dash 8 der Austrian arrows (Tyrolean Airways) am Flughafen Innsbruck
Dash 8 in der 2002 eingeführten Lackierung „Austrian arrows“ am Flughafen Innsbruck.
Foto: Christian Allinger · Lizenz: CC BY 2.0 · Quelle: Wikimedia Commons

Vom „Stammhaus” zur „Production Company”

2002 stellte die Austrian Airlines Group ihre Konzernstruktur erneut um: Das bisherige „Stammhauskonzept” wurde durch das sogenannte „Production-Company-Konzept” ersetzt. Tyrolean Airways flog fortan im Auftrag der Konzernmutter, während zentrale kommerzielle Funktionen wie Marketing, Netzplanung und Einkauf von der Konzernzentrale in Wien übernommen wurden. Am 1. Oktober 2002 ging zudem die Rheintalflug in Tyrolean Airways auf.

Eine gemeinsame Marke für die Regionalflotte

Im Sommer 2002 beschloss der Konzern eine neue Markenstrategie: Die von Tyrolean betriebenen Regionalflüge sollten künftig einheitlich als „Austrian arrows” vermarktet werden, mit an das Erscheinungsbild der Konzernmutter angepasster Lackierung. Nach englischsprachigen Quellen begann der tatsächliche Flugbetrieb unter dieser Marke im September 2003. Rechtlich und organisatorisch blieb die Tyrolean Airways GmbH während der gesamten Zeit die betreibende Fluggesellschaft mit eigenem AOC und Heimatbasis Innsbruck, der Name „Tyrolean” verschwand lediglich aus der Außendarstellung gegenüber den Fluggästen.

Die Flotte unter der Arrows-Lackierung

Zur Flotte unter der Marke „Austrian arrows” zählten im Zeitverlauf unter anderem Fokker 70 und Fokker 100, Canadair/Bombardier CRJ100/200 sowie die De Havilland Dash 8 in den Baureihen 100, 300 und 400 (Q400). 2004 kam vorübergehend eine zusätzlich von Transwede Airways geleaste Fokker 100 hinzu. 2005 erreichte Tyrolean als eine der ersten Regionalfluggesellschaften weltweit die IOSA-Zertifizierung der IATA, ein Qualitäts- und Sicherheitsstandard für den Flugbetrieb.

2006 beschäftigte das Unternehmen rund 1.600 Mitarbeiter. Am 30. Juni desselben Jahres trat Geschäftsführer Johann Messner in den Ruhestand, Nachfolger wurde Manfred Helldoppler. Bis April 2007 wechselten die letzten drei verbliebenen Fokker 70 der Austrian Airlines selbst endgültig zu Tyrolean. 2008 erreichte die Flotte mit 59 Flugzeugen ihren historischen Höchststand, unter anderem durch die Übernahme zusätzlicher Fokker 100 zum Ausgleich von Abgängen bei der Konzernmutter.

Rückzug einzelner Baureihen und das Ende der Marke

Ab 2010 begann die schrittweise Ausflottung der kleineren, 50-sitzigen CRJ200-Maschinen sowie der Dash 8-300, beide Baureihen wurden in den folgenden Jahren aus dem aktiven Flugbetrieb genommen. Im Oktober 2011 umfasste die Flotte noch 38 Flugzeuge bei einem Durchschnittsalter von 13,7 Jahren. Die Marke „Austrian arrows” selbst blieb bis zur weitreichenden Umstrukturierung des Flugbetriebs im Juli 2012 in Gebrauch, danach entfiel der Namenszusatz „arrows” endgültig.


Quellen (Auswahl)


Weiterlesen: → Zusammenlegung des Flugbetriebs (2012)

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Dieses Kapitel ist Teil der ausführlichen Firmengeschichte von Tyrolean Airways. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG, der Lufthansa Group oder der Swarovski-Unternehmensgruppe. Hinweis: Start und Ende der Marke „Austrian arrows” werden in den Quellen leicht unterschiedlich datiert; wir stützen uns auf die am besten belegten Angaben und weisen auf Abweichungen hin.