InterSky war eine im vorarlbergischen Bregenz registrierte Regionalfluglinie, die über mehr als ein Jahrzehnt vor allem den deutschen Bodensee-Flughafen Friedrichshafen mit Zielen in Deutschland, Österreich und der Schweiz verband, bevor sie im November 2015 nach der Beschlagnahmung mehrerer Flugzeuge durch einen Leasinggeber abrupt den Betrieb einstellen musste.

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Von Bern-Belp nach Friedrichshafen
InterSky wurde im November 2001 gegründet und nahm den Flugbetrieb am 25. März 2002 auf, zunächst vom Flughafen Bern-Belp aus nach Berlin und Wien; die Wahl des Standorts Bern sollte dem wenig ausgelasteten Regionalflughafen neues Leben einhauchen. Gesellschafter waren zu Beginn Renate Moser (50 Prozent) und Rolf Seewald (35 Prozent). Nach hohen Verlusten im ersten Jahr wurde das Geschäftsmodell in Richtung Low-Cost umgebaut, woraufhin die Airline nach eigenen Angaben innerhalb eines Jahres profitabel wurde. Zwischen 2004 und 2005 verlegte InterSky ihre Basis von Bern an den Flughafen Friedrichshafen am Bodensee, wo sie zur größten Fluggesellschaft des Flughafens aufstieg; der Firmensitz blieb im vorarlbergischen Bregenz. Die Strecke Friedrichshafen–Berlin-Tempelhof wurde bis zur Schließung dieses Flughafens im Oktober 2008 bedient.
Flotte und Streckennetz
Zuletzt (Stand November 2015) setzte InterSky zwei ATR 72-600 (70 Sitze, bestellt 2012) sowie drei Bombardier Dash 8 Q300 (50 Sitze) ein. Das Streckennetz umfasste unter anderem Berlin-Tegel, Köln/Bonn, Düsseldorf, Friedrichshafen, Hamburg, Memmingen, saisonal München, Zürich sowie saisonal St. Gallen-Altenrhein, dazu Feriendestinationen wie Pula, Zadar, Naxos, Elba, Menorca sowie Guernsey und Jersey. Zwischen März 2013 und Jänner 2014 betrieb InterSky im Wetlease mit Avanti Air zusätzlich Verbindungen über Karlsruhe/Baden-Baden nach Hamburg. Ab 2015 war der deutsche Investor Intro Aviation Eigentümer der Gesellschaft und suchte einen Käufer.
Plötzliches Ende im November 2015
Am 3. November 2015 setzte das österreichische Verkehrsministerium InterSky eine letzte Frist zum Nachweis der finanziellen Leistungsfähigkeit. Als am 4. November 2015 ein US-Leasinggeber die Leasingverträge fristlos kündigte und vier Flugzeuge (zwei ATR 72 und zwei Dash 8-Q300) beschlagnahmte und nach Maastricht überführen ließ, brach der Flugbetrieb faktisch zusammen; die letzte Verbindung war am selben Abend der Flug von Zürich nach Graz. Nachdem sich ein bereits aussichtsreicher Interessent für eine Übernahme überraschend zurückgezogen hatte, erklärte Geschäftsführerin Renate Moser am 6. November 2015 die Insolvenz für unausweichlich; die Anmeldung beim Landesgericht Feldkirch erfolgte am 9. November 2015. Für den Flughafen Friedrichshafen bedeutete das Ende von InterSky den Wegfall seiner wichtigsten Regionalfluglinie mit zuletzt rund 115.000 Passagieren jährlich, etwa 19 Prozent des gesamten Passagieraufkommens des Flughafens.
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Quellen (Auswahl)
Teil der Rubrik Österreichische Luftfahrtgeschichte. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG oder zur Lufthansa Group.