Teil der Rubrik Österreichische Luftfahrtgeschichte. Unabhängiges, privates Geschichtsprojekt ohne Verbindung zur Austrian Airlines AG oder zur Lufthansa Group.
Während Innsbruck der Heimatflughafen von Tyrolean Airways war, entwickelte sich Wien-Schwechat zum eigentlichen Drehkreuz, über das ein Großteil des Streckennetzes der Fluglinie und ihrer Konzernmutter Austrian Airlines abgewickelt wurde.
Von der Luftwaffenbasis zum zivilen Flughafen
Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte die britische Besatzungsmacht das ehemalige Luftwaffengelände Schwechat-Haidfeld als „RAF Station Schwechat”. Bereits 1946 begannen zivile Flüge, unter anderem der British European Airways nach London. Am 14. Juni 1954 eröffnete der neu gegründete Flughafen-Betreiber Flughafen Wien AG den zivilen Flughafen offiziell, zahlreiche Fluggesellschaften wie Air France, KLM, Pan Am, SAS und Swissair siedelten von den bisherigen Wiener Flugfeldern Tulln und Aspern nach Schwechat um.
Wachstum zum internationalen Drehkreuz
1958 nahm die neu gegründete Austrian Airlines ihren Flugbetrieb von Wien aus auf und wurde zur Heimatfluglinie des Flughafens, eine Rolle, die das Unternehmen bis heute innehat. Die Start- und Landebahn wurde 1958 auf 3.000 Meter verlängert, 1977 kam nach jahrelangen Planungs- und Protestverfahren eine zweite Piste hinzu. 1966 überschritt der Flughafen erstmals die Marke von einer Million Passagieren pro Jahr, 1980 waren es bereits 3,1 Millionen.
Es folgten weitere große Ausbauschritte: 1988 der Pier Ost, 1996 der Pier West und 2011 schließlich das Terminal 3 („Skylink”), mit dem der Flughafen 2011 rund 22,1 Millionen Passagiere abfertigte. 2019 erreichte Wien mit 31,7 Millionen Passagieren einen vorläufigen Höchststand.
Bedeutung für Tyrolean Airways
Für Tyrolean Airways war Wien-Schwechat seit der Übernahme durch die Austrian Airlines Group 1998 der zentrale Umsteigeflughafen, von dem aus die Regionalflotte der Tiroler Fluglinie Zubringerdienste zu den Langstreckenverbindungen der Konzernmutter übernahm. Nach der Zusammenlegung des Flugbetriebs 2012 wurden praktisch alle Austrian-Flüge formal „operated by Tyrolean” durchgeführt, viele davon mit Wien als Dreh- und Angelpunkt.
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