Hinweis: Diese Seite ist Teil eines unabhängigen, privaten Geschichtsprojekts. Es besteht keine Verbindung zur Austrian Airlines AG, der Lufthansa Group oder der Swarovski-Unternehmensgruppe. Die folgende Übersicht wurde auf Basis öffentlich zugänglicher Quellen recherchiert, ist aber nicht als vollständige amtliche Unfallstatistik zu verstehen.
Sicherheitsbilanz von Tyrolean Airways
Tyrolean Airways galt über ihre gesamte Geschichte als Linienfluggesellschaft (1980 bis 2015) als Airline ohne tödlichen Flugunfall. In öffentlich zugänglichen Luftfahrt-Unfalldatenbanken sind für Tyrolean Airways beziehungsweise die Marke „Austrian Arrows” ausschließlich glimpflich verlaufene Vorfälle ohne Personenschaden dokumentiert.
Dokumentierte Vorfälle ohne Personenschaden
Fahrwerksproblem bei der Landung in Wien (2008)
Am 25. Februar 2008 musste eine De Havilland Canada DHC-8-402Q „Dash 8″ (Kennzeichen OE-LGE) von Austrian Arrows (Tyrolean Airways) auf dem Flug OS138 von Nürnberg nach Wien nach einem gemeldeten Fahrwerksproblem eine Sicherheitslandung am Flughafen Wien-Schwechat durchführen. Alle 67 Insassen blieben unverletzt, am Flugzeug entstand kein Schaden.
Zwischenfall im Anflug auf Krakau (2012)
Am 28. Januar 2012 kam es bei einer Dash 8 (ebenfalls OE-LGE) von Austrian Arrows auf dem Flug von Wien nach Krakau im Anflug auf den dortigen Flughafen zu einem gemeldeten Vorfall. Auch hier blieben alle 37 Insassen unverletzt, das Flugzeug wurde nicht beschädigt.
Beide Vorfälle sind in der Aviation Safety Network-Datenbank als Meldungen aus Nachrichten- bzw. inoffiziellen Quellen eingestuft; eine offizielle Unfalluntersuchung mit veröffentlichtem Abschlussbericht ist jeweils nicht verlinkt.
Das Glungezer-Unglück von 1964: Warum Innsbruck jahrzehntelang als schwierig galt
Der schwerste Flugunfall in der Nähe des Heimatflughafens von Tyrolean Airways ereignete sich bereits am 29. Februar 1964, über 15 Jahre vor der Gründung der Fluglinie, und steht in keinem Zusammenhang mit Tyrolean Airways oder ihren Vorgängergesellschaften. Eine Bristol Britannia der britischen Fluggesellschaft British Eagle International Airlines (Flug 802/6) prallte im Anflug auf Innsbruck bei schlechter Sicht gegen den 2.601 Meter hohen Glungezer oberhalb von Tulfes. Alle 83 Insassen kamen ums Leben, das bis heute schwerste Luftfahrtunglück auf österreichischem Boden.
Die Folgen reichten weit in die Geschichte des Flughafens Innsbruck hinein: Erst 1976 wurde ein spezielles Instrumentenanflugverfahren eingeführt, das einen sicheren Anflug durch die Wolkendecke im alpinen Gelände ermöglichte. Größere Linienmaschinen landeten erst rund 15 Jahre nach dem Unglück wieder regulär in Innsbruck. Als Tyrolean Airways 1980 den Flugbetrieb aufnahm, war der alpine Flughafen also bereits ein Umfeld mit hohen sicherheitstechnischen Anforderungen, auf das sich die Fluglinie mit sorgfältig ausgewählten Flugzeugmustern und erfahrenen Besatzungen einstellen musste.
Mehr zur Geschichte des Flughafens: Flughafen Innsbruck
Vorfälle im weiteren Konzernumfeld
Im Zuge der gemeinsamen Marke „Austrian Arrows” (2003 bis 2010) und der späteren Zusammenlegung des Flugbetriebs (ab 2012) rückten Tyrolean Airways und die Mutter Austrian Airlines eng zusammen. Zur Einordnung zwei Ereignisse, die nicht Tyrolean Airways selbst, sondern andere Teile der Unternehmensgruppe betrafen:
- 5. Januar 2004: Eine Fokker 70 der Austrian Airlines (nicht der Marke Tyrolean/Austrian Arrows zugeordnet) musste nach Triebwerksproblemen bei München eine Notlandung auf freiem Feld durchführen. Drei der 32 Insassen wurden leicht verletzt, das Flugzeug war bis 2007 nicht mehr einsatzfähig.
- 26. Mai 1991: Eine Boeing 767 der damals noch unabhängigen Lauda Air stürzte auf dem Flug von Hongkong nach Wien ab, alle 223 Insassen kamen ums Leben. Lauda Air war zu diesem Zeitpunkt nicht Teil der Austrian Airlines Group und operativ unabhängig von Tyrolean Airways. Mehr dazu: Lauda Air